Wenn es um Brot geht, lasse ich mich gerne von unseren westlichen Nachbarn inspirieren. Die Franzosen haben so kreative und variantenreiche Formtechniken entwickelt. Das Pain Auvergnat gefällt mir besonders gut! Es sieht so majestätisch aus. Einfach extraordinaire! Und findest du nicht, dass diese kleinen Brötchen ein bisschen wie einlöchrige Schweinenasen aussehen? Aber sie sind nicht nur bildhübsch, sondern auch „délicieux“. Und bei der Produktion wirst du bestimmt viel Spass haben!
Vorteig/Poolish Tag 1, gegen Abend: für den Vorteig das Wasser in eine Schüssel geben. Die Hefe (0.2g entspricht ungefähr der Grösse von zwei Reiskörnern) mit einem Löffel einrühren. Das Mehl zugeben und alles gut vermischen. Bedecken und bis am nächsten Tag – während 12–18 Stunden – gären lassen. Der Poolish sollte mit vielen kleinen Bläschen durchzogen sein.
Hauptteig Tag 2: den Poolish und alle weiteren Zutaten in der obigen Reihenfolge in die Knetschüssel geben und 10–15 Minuten auf Stufe 1 zu einem geschmeidigen Teig auskneten, der sich vollständig vom Schüsselrand löst. Den Teig bedecken und bei ca. 22 °C stehen lassen.
Teig falten
Den Teig in den nächsten 90 Minuten mit der nassen Hand 2-mal falten, das erste Mal nach 45 Minuten, das zweite Mal 30 Minuten später. Dazwischen immer wieder gut bedecken.
Formen
Den Teig mit der Teigkarte vorsichtig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. 11 Teigstücke à 70g und 11 Teigstücke à 10g abwägen. Alle Teigstücke fortlaufend zu Kugeln einschlagen und mit der Naht nach unten unter ein Küchentuch legen. Die kleinen Kugeln auf gut bemehlter Arbeitsfläche zu Rondellen ausrollen, die ungefähr den gleichen Durchmesser haben wie die grossen Kugeln. Die Rondellen auf die gut bemehlten Kugeln legen und die Auvergnat-Brötchen nochmals 10–20 Minuten – mit einer Schüssel oder einem Plastikgefäss bedeckt – gehen lassen.
Das Bemehlen der grossen Kugeln vor dem Anbringen der Rondellen verhindert das «Ankleben» der Rondellen, sie gehen dann beim Backen schöner in die Höhe. Alternativ kannst du ca. 3mm des Rondellen-Rands vor dem Platzieren auf der grossen Kugel leicht mit Olivenöl bestreichen.
Eindrücken/Backen Die erste Hälfte der Auvergnat-Brötchen kurz vor dem Backen mit dem Daumen in der Mitte tief eindrücken. Im sehr gut vorgeheizten Ofen zuerst 10 Minuten bei 240 °C mit Dampf backen. Danach die Ofentüre öffnen, um den Dampf abzulassen. Dann weitere 12–15 Minuten bei 220 °C fertig backen. Sobald die Temperatur wieder 240 °C erreicht hat, die zweite Hälfte der Brötchen eindrücken und backen – die, je nach Gärstadium – inzwischen kühl gelagert wurden.
Die Auvergnat-Brötchen lassen sich auch sehr gut einfrieren und nach Bedarf auftauen.
Ganz toll, die Auvergnat Brötchen sind eine wahre Freude zum backen und essen. Ich bin total begeistert von den Schweinenäschen, auch wenn die Nasenlöcher etwas klein ausfielen
Liebe Monika
Du bist ja eine fleissige Bäckerin! Schön, dass du mit uns backst. Mit etwas Übung werden die Schweinenäschen bestimmt bald perfekt. Wir wünschen dir weiterhin viele schöne Backmomente.
Beste Grüsse, Nadja und Katharina
Hier meine ersten Auvergnat Brötchen. Sie wurden kurzerhand in Elefantenbrötli umgetauft, da ich die Rondellen zu klein ausgewallt habe.
Die Mehle habe ich ausgetauscht in Urdinkelvollkorn und Hauptanteil Bauernmehl hell. Honig wurde durch Birnel ersetzt. Die Brötchen sind suuper zum Essen.
Liebe Anne – versuche 30g weniger Wasser zum Teig zu geben. Nicht jedes Mehl nimmt gleich viel Wasser auf. Dann „auf Sicht“ Wasser zugeben. Bis dir der Teig gefällt. Happy baking und viel Erfolg – Katharina
Guten Morgen, habe die Auvergnat Brötchen zum x-ten Mal gebacken. Die ersten waren wie auf deinem Foto. Dann liefen sie breit, gingen in der Mitte hoch und waren nicht mehr so kugellig. Was mache ich falsch?
Hoi Ruth – wow!!!! Die sind dir super gelungen, einfach umwerfend. Ich bin immer noch total vernarrt in diese Brötchen. Einfach so speziell – und fein gäll…! Grüsse, Katharina
Oh nein sind die süss! Einfach putzig und so schön gebacken!!! Ganz lieben Dank für das tolle Foto und es freut mich sehr, dass du die Schweinenäschen in dein Repertoire aufgenommen hast – herzlich, Katharina
Das Pain d’épi ist ein Stangenbrot, welches in jeder französischen Bäckerei angeboten wird. Klassisch wird es aus einem Baguette-Teig hergestellt. Pain d’épi heisst übersetzt Ährenbrot – aus offensichtlichen Gründen. Dieses Brot eignet sich perfekt für eine Party, Kinderbrötchen oder kleine, belegte Brötchen. Denn die einzelnen „Zipfel“ lassen sich ruckzuck abbrechen. Wow-Effekt garantiert! Einfache Scheren-Schnitt-Technik – grosse …
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Auvergnat-Brötchen
Wenn es um Brot geht, lasse ich mich gerne von unseren westlichen Nachbarn inspirieren. Die Franzosen haben so kreative und variantenreiche Formtechniken entwickelt. Das Pain Auvergnat gefällt mir besonders gut! Es sieht so majestätisch aus. Einfach extraordinaire! Und findest du nicht, dass diese kleinen Brötchen ein bisschen wie einlöchrige Schweinenasen aussehen? Aber sie sind nicht nur bildhübsch, sondern auch „délicieux“. Und bei der Produktion wirst du bestimmt viel Spass haben!
Schwierigkeit

Zeitplan
Zutaten
Zubereitung
Vorteig/Poolish
Tag 1, gegen Abend: für den Vorteig das Wasser in eine Schüssel geben. Die Hefe (0.2g entspricht ungefähr der Grösse von zwei Reiskörnern) mit einem Löffel einrühren. Das Mehl zugeben und alles gut vermischen. Bedecken und bis am nächsten Tag – während 12–18 Stunden – gären lassen. Der Poolish sollte mit vielen kleinen Bläschen durchzogen sein.
Hauptteig
Tag 2: den Poolish und alle weiteren Zutaten in der obigen Reihenfolge in die Knetschüssel geben und 10–15 Minuten auf Stufe 1 zu einem geschmeidigen Teig auskneten, der sich vollständig vom Schüsselrand löst. Den Teig bedecken und bei ca. 22 °C stehen lassen.
Teig falten
Den Teig in den nächsten 90 Minuten mit der nassen Hand 2-mal falten, das erste Mal nach 45 Minuten, das zweite Mal 30 Minuten später. Dazwischen immer wieder gut bedecken.
Formen
Den Teig mit der Teigkarte vorsichtig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. 11 Teigstücke à 70g und 11 Teigstücke à 10g abwägen. Alle Teigstücke fortlaufend zu Kugeln einschlagen und mit der Naht nach unten unter ein Küchentuch legen. Die kleinen Kugeln auf gut bemehlter Arbeitsfläche zu Rondellen ausrollen, die ungefähr den gleichen Durchmesser haben wie die grossen Kugeln. Die Rondellen auf die gut bemehlten Kugeln legen und die Auvergnat-Brötchen nochmals 10–20 Minuten – mit einer Schüssel oder einem Plastikgefäss bedeckt – gehen lassen.
Das Bemehlen der grossen Kugeln vor dem Anbringen der Rondellen verhindert das «Ankleben» der Rondellen, sie gehen dann beim Backen schöner in die Höhe. Alternativ kannst du ca. 3mm des Rondellen-Rands vor dem Platzieren auf der grossen Kugel leicht mit Olivenöl bestreichen.
Eindrücken/Backen
Die erste Hälfte der Auvergnat-Brötchen kurz vor dem Backen mit dem Daumen in der Mitte tief eindrücken. Im sehr gut vorgeheizten Ofen zuerst 10 Minuten bei 240 °C mit Dampf backen. Danach die Ofentüre öffnen, um den Dampf abzulassen. Dann weitere 12–15 Minuten bei 220 °C fertig backen. Sobald die Temperatur wieder 240 °C erreicht hat, die zweite Hälfte der Brötchen eindrücken und backen – die, je nach Gärstadium – inzwischen kühl gelagert wurden.
Die Auvergnat-Brötchen lassen sich auch sehr gut einfrieren und nach Bedarf auftauen.
Rezept als PDF ausdrucken
13 replies to “Auvergnat-Brötchen”
monikasacher
Ganz toll, die Auvergnat Brötchen sind eine wahre Freude zum backen und essen. Ich bin total begeistert von den Schweinenäschen, auch wenn die Nasenlöcher etwas klein ausfielen
Nadja Böller
Liebe Monika
Du bist ja eine fleissige Bäckerin! Schön, dass du mit uns backst. Mit etwas Übung werden die Schweinenäschen bestimmt bald perfekt. Wir wünschen dir weiterhin viele schöne Backmomente.
Beste Grüsse, Nadja und Katharina
botero
Hier meine ersten Auvergnat Brötchen. Sie wurden kurzerhand in Elefantenbrötli umgetauft, da ich die Rondellen zu klein ausgewallt habe.
Die Mehle habe ich ausgetauscht in Urdinkelvollkorn und Hauptanteil Bauernmehl hell. Honig wurde durch Birnel ersetzt. Die Brötchen sind suuper zum Essen.
Katharina Arrigoni
Allerliebst – sehen sehr lecker aus. Vielen Dank für deine Nachricht und weiterhin viel Freude in der Brotbackküche – Katharina
Anne Hügelschäffer
So, nun mit Bild…die Abläufe sind genauso wie du angegeben hast, nur die Brötchen laufen total breit..??
karrigoni_85330bag
Liebe Anne – versuche 30g weniger Wasser zum Teig zu geben. Nicht jedes Mehl nimmt gleich viel Wasser auf. Dann „auf Sicht“ Wasser zugeben. Bis dir der Teig gefällt. Happy baking und viel Erfolg – Katharina
Anne Hügelschäffer
Ok, vielen Dank, werde mein Glück versuchen….
Anne Hügelschäffer
Guten Morgen, habe die Auvergnat Brötchen zum x-ten Mal gebacken. Die ersten waren wie auf deinem Foto. Dann liefen sie breit, gingen in der Mitte hoch und waren nicht mehr so kugellig. Was mache ich falsch?
Katharina Arrigoni
Liebe Anne – leider kenne ich deine genauen Abläufe nicht, deshalb kann ich dir auch keine Ferndiagnose geben. Grüsse, Katharina
Ruth Häfliger
Liebe Katharina
Die Brötchen sind sooooo lecker die waren im nu weggefuttert.
Vielen Dank für das tolle Rezept.
Katharina Arrigoni
Hoi Ruth – wow!!!! Die sind dir super gelungen, einfach umwerfend. Ich bin immer noch total vernarrt in diese Brötchen. Einfach so speziell – und fein gäll…! Grüsse, Katharina
milchmädchen
Groß-ar-tig! Wir genossen Deine Auvergnats sehr und zählen sie ab sofort zum Repertoire!
Herzlich: Charlotte
Katharina Arrigoni
Oh nein sind die süss! Einfach putzig und so schön gebacken!!! Ganz lieben Dank für das tolle Foto und es freut mich sehr, dass du die Schweinenäschen in dein Repertoire aufgenommen hast – herzlich, Katharina
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Das Pain d’épi ist ein Stangenbrot, welches in jeder französischen Bäckerei angeboten wird. Klassisch wird es aus einem Baguette-Teig hergestellt. Pain d’épi heisst übersetzt Ährenbrot – aus offensichtlichen Gründen. Dieses Brot eignet sich perfekt für eine Party, Kinderbrötchen oder kleine, belegte Brötchen. Denn die einzelnen „Zipfel“ lassen sich ruckzuck abbrechen. Wow-Effekt garantiert! Einfache Scheren-Schnitt-Technik – grosse …
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