Erfolg und Niederlage liegen auch beim Brotbacken sehr nahe beieinander. Manchmal liegt es an einer Winzigkeit, dass das Backergebnis nicht wie gewünscht ausfällt. Die Freude und das Erfolgserlebnis des Brotbäckers sind getrübt. Die Gründe dafür sind so vielfältig wie es Mehlsorten gibt.
Ich habe mir die Zähne ausgebissen an Teigen, die zu flüssig sind, die nicht schön gären. An Broten, die nicht so aussahen wie ich wollte, nicht so schmeckten, wie ich es mir vorgestellt hatte. Doch wie sagte der italienische Dichter Alessandro Manzoni:
Es ist besser, sich von Zweifeln beunruhigen zu lassen, als lange im Irrtum zu verweilen.
Und so habe ich im Laufe der Zeit meine ganz persönlichen Golden Rules aufgestellt, die aus meiner Sicht matchentscheidend sind, um erfolgreich selber gutes Brot zu backen. Daran halte ich mich, sie schweben immer vor meinem geistigen Auge und ich glaube, sie sind sogar schon Bestandteil meiner Brot-DNA. Was aber ganz und gar nicht bedeutet, dass ich keine Niederlagen mehr einstecken muss. Aber vielleicht gehe ich heute einfach versöhnlicher damit um.
Damit du von Anfang an möglichst viele, schöne Brotback-Erfahrungen machen kannst, gebe ich dir gerne meine 10 ultimativen Brotback-Tipps weiter, die ich für mich als Leitplanken in der eigenen Brotproduktion aufgestellt habe. Ich hoffe, du kannst davon profitieren und ich wünsche dir ein glückliches, geduldiges und erfolgreiches Leben als Brotkünstler.
Wenig und möglichst frische Hefe
Maximal 2% Frischhefe in Bezug auf die gesamte Mehlmenge. Je weniger, je mehr Geschmack und je länger die Frischhaltung.
Die Hefe sollte gemäss Verpackung bei Gebrauch noch mindestens 2 Wochen, besser 3 Wochen gültig sein. Wenn du Bio-Hefe benutzt, so erhöhe die Hefe-Menge um 25%. Mehr zur Hefe hier.
Hochwertiges, frisches Mehl
Suche dir einen Produzenten in deiner Nähe, der Getreideprodukte in Bioqualität verkauft. Beachte, dass Vollkornmehle nicht lange haltbar sind. Deshalb solltest du sie entweder in kleinen Mengen frisch kaufen oder selber mahlen. Mehr zum Mehl hier.
20g Salz pro Kilo Mehl Das Verhältnis zwischen Salz und Mehl ist in Stein gemeisselt. Punkt. Mehr dazu hier.
Flüssigkeit stufenweise zugeben Nicht die ganze Flüssigkeit (Wasser, Milch, Buttermilch, Molke, etc.) auf ein Mal zugeben. Der Teig wird schöner und dehnbarer, wenn man erst gegen Schluss die restlichen 10-15% der Flüssigkeit tröpfchenweise zugibt. Durch eine stufenweise Zuführung der Flüssigkeit kann auch verhindert werden, dass der Teig zu flüssig wird (nachträglich Mehl beifügen ist eine Brot-Todsünde!).
Die im Rezept angegebenen Zutaten und Mengen einhalten Ausser du hast bereits einiges an Brotbackerfahrung auf dem Buckel empfehle ich dir sehr, dich an die Zutaten und Mengen in den Rezepten zu halten. Nicht alle Zutaten kannst du ersetzen oder weglassen. Weissmehl kannst du zum Beispiel nicht 1:1 durch Vollkornmehl ersetzen, und umgekehrt. Milch hat einen tieferen Wassergehalt als Wasser, etc. Alle Zutaten stehen in einem bestimmten, vordefinierten Verhältnis zueinander.
Brot-Vorstufen machen den Unterschied
Was den Erfolg im langsamen Brotbacken ausmacht, ist vor allem den Vorteigen, Brüh- Quell- und Mehlkochstücken zuzuschreiben. Deshalb beinhalten alle meine Rezepte mindestens eine Vorstufe. Du wirst mit einem Feuerwerk an Aromen belohnt und mit einem Brot, das lange frisch bleibt. Mehr Infos hier.
Deine Hand als Werkzeug benutzen Deine Hand ist das wichtigstes Werkzeug, um den Teig bezüglich der Temperatur und der Beschaffenheit kennen zu lernen und zu beurteilen. Ich rate jedem neuen Brotkünstler, anfänglich alle Teige ausschliesslich von Hand zu kneten. Dies dauert zwar länger als mit der Maschine, wird dich aber sehr schnell in die Liga der Super-Brotbäcker katapultieren. Und ein sinnliches Erlebnis ist es obendrauf. Denn nur wenn du den Teig fühlst, kannst du verstehen, was er braucht. Du kannst flexibel auf ihn reagieren. Mehr Flüssigkeit, mehr Zeit, mehr Wärme? Deine Hand wird dir die Antwort geben.
Dem Teig Zeit geben und zur richtigen Zeit in den Ofen schieben Um richtig gutes Brot zu backen, brauchst du selbst nicht viel Zeit. Aber der Teig braucht eine Menge davon. Lass ihn in Ruhe, solange er sie braucht. Und du musst das Gespür dafür entwickeln wann er bereit ist für den Ofen.
Richtige Hitze und Dampf Richtig gutes Brot braucht richtig gute Unter- und Oberhitze. Der Ofen sollte wenn möglich inklusive Backstein mindestens 45 Minuten (besser eine Stunde) aufgeheizt werden. Und wenn du noch richtig guten Dampf erzeugst, so übertrumpfst du mit deinen Broten so manchen Bäcker. Mehr dazu hier.
Nicht zu viel Respekt vor dem Teig Bleib locker und lass dich nicht von den Herausforderungen der Brotherstellung beunruhigen. Schlussendlich ist es nur ein Teig – und du der Master. Handle intuitiv und nicht zu verbissen. Du wirst – schneller als du denkst – dem Broteldorado ganz nah sein.
Guten Morgen, ich versuche mich schon seit längerem am Brot backen, ich habe auch ASG in Kühlschrank, aber immer wenn ich anfange und die GENAUE Rezeptangaben nehme klappt es einfach nicht, entweder der Teig ist ZU WEICH und fast flüssig oder er geht gar nicht auf, das ich immer noch die Hoffnung habe das er bei Backen dann höher wird, weit gefehlt, er bleibt so wie er in den Ofen kam. 🙁 🙁 ich glaube langsam das ich aufgebe. Es sind tolle Rezepte keine Frage, auch die Kommentare der anderen Frauen sind gut, aber ich scheine zu blöd zu sein. Ich habe mir extra Gärkörben gekauft vom H-Bäcker, ein Rundes und ein Längliche, wir lieben die länglichen Brot, im Runden geht es gut raus, aber im länglichen bleibt der Teig hängen, obwohl ich ihn gut ein gemehlt habe, was mache ich nur Falsch. Wäre toll wenn ich Hilfe bekäme. Vielen Dank LG Roswitha
Liebe Roswitha – lass den Kopf bloss nicht hängen. Meist liegt es an wenigen Punkten, die dir noch im Weg stehen. Am allermeisten liegt das Problem am Anstellgut, das nicht genügend aktiv ist. Du schreibst, du nimmst es direkt aus dem Kühlschrank. Du solltest es vorher auffrischen. Und zwar so oft, dass es sich innert 4-6 Stunden vom Volumen her verdoppelt. Wenn das ASG nicht fit ist, wird es kein luftig-lockeres Brot geben. Zweiter Punkt ist die Fermentation. Hier musst du den Teig genau überwachen. Im Roggenbereich ist da weniger kompliziert. Da musst du den Teigling einfach genug bemehlen, damit er eben nicht klebt. Du könntest alternativ Baumwollüberzüge in den Gärkorb legen, dann klebst es wirklich nie. Bleib dran und gib nicht auf – du schaffst das! Lies doch etwas in meinem Blog. Ich habe sehr viele Infos im Bereich Hefe- und Sauerteigbrote. Beste Grüsse, Katharina
Liebe Frau Arrrigoni
begeistert backe ich Brote nach Rezepten Ihres Buches. Gestern habe ich zum ersten Mal ein Sauerteigbrot gebacken und finde es fein. Nun habe ich eine Frage zum Anstellt. Wie lange kann ich das im Kühlschrank aufbewahren?
Liebe Elisabeth – darf ich du sagen? Schön, dass du so viel Freude mit den Rezepten hast 😉 Das Anstellgut kannst du ohne Probleme 2 Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Einfach mindestens 2x auffrischen vor dem erneuten Einsatz, so ist es richtig aktiv! Oder gib etwas mehr Mehl zum Anstellgut. Wenn es fester ist, kannst du es noch viel länger im Kühlschrank aufbewahren. Grüsse, Katharina
Liebe Katharina,
Ich bin in den Weihnachtsferien per Zufall auf deinen Blog gestossen, da ich auch nach x-Versuchen ein Brotteig aufgehen zu lassen, bis jetzt zu kein essbares Ergebnis gekommen bin. Zu allem Leid habe ich seit 2 Jahren auch eine Unverträglichkeit auf Weizenprodukte und vertage dei helfe auch nicht gut.
Nun bin ich voller Elan und werde einmal deine Tipps von dem Anstellgut und der Herstellung eines Sauerteiges befolgen und ausprobieren.
Ich habe auch bereits einige nützliche Helfer im Shop bestellt…. werde mich also nicht unterkriegen lassen.
Danke für den wunderbaren Blog und deine Hilfen, etliche Aha- Erlebnise beim Lesen hat mich ermutigt. Mal sehen wie es in der Praxis aussieht.
Ich halte dich auf dem Laufenden
Hoi Daniela – oh, schön, dass du zu mir gefunden hast 😉 Ich bin sicher, dass du viel Spass haben wirst in der Welt dieser spannenden Mikroorganismen. Sauerteigbrot ist für viele Personen, die „normales“ Brot schlecht ertragen, eine Offenbarung. Von den geschmacklichen Vorzügen gar nicht zu sprechen. Wenn deine Weizenunverträglichkeit nicht extrem ist könnte es sogar sein, dass du ihn – ohne Hefezusatz – wieder konsumieren könntest. Bin sehr gespannt, wie es dir dabei ergehen wird. Gib mal Bescheid. Grüsse, Katharina PS: und sonst gibt es ja immer die Möglichkeit, auf für viele besser verträglichen Dinkel auszuweichen (mit sehr wenig Hefe produziert, vielleicht auch eine Option).
Super Deine Golden Rules! Herzlichen Dank dafür!
Gilt mehr „25 % Bio-Hefe“ auch wenn sie ganz ganz frisch ist?
Würde es toll finden, wenn Du eine Rubrik machen wūrdest mit Infos wo Du Deine Mehle und sonstige Produkte beziehst, bzw. welche Du empfiehlst.
Bezüglich Flüssigkeit, erwähnst Du aber manchmal, dass man das ganze Wasser in die Schūssel mit allen anderen Zutaten vermischen soll. Oder soll man GENERELL ein wenig Flūssigkeit zurückbehalten?
Die kürzliche Entdeckung Deines Blogs hat mich dazu motiviert, den Teig zum ersten Mal ganz von Hand zu kneten. Und ich geb Dir voll Recht, es ist ein total sinnliches Erlebnis und es hat auch total Spass gemacht zu fühlen wie sich der Teig durch diese Handarbeit verändert! Wird nun meine treue KA arbeits-, bzw. knetlos???
Nun muss ich noch meinen relativ neuen Ofen besser in den Griff bekommen, vorallem das manuelle Schwaden und die Temperaturkontrolle.
Ich seh Dich schon von Weitem mir aus dem Back-Eldorado zuwinken, Katharina! Ich hoff, dass ich Dir bald näher komme!
Und ich sag es Dir gerne nochmals: Dein Blog ist sehr schön und total motivierend. Mach weiter so Katharina. Und auch vielen Dank für’s prompte Antworten. Und in diesem Sinne HAPPY BREAD BAKING!
Hallo Patrizia – von Hand kneten ist toll! Trotzdem brauche ich die Maschine immer noch, z.B. für eher schwerere Teige mit Butter – Zopf zum Beispiel. Ginge auch händisch, aber eine Maschine ist trotzdem feudal! Und nochmals vielen Dank für dein Kompliment. Happy baking, too! Katharina
Der Gärkorb wird für die finale Ruhephase von bereits geformten Teigen benutzt. In ihm geniessen die Teiglinge ein perfektes Gärklima und erhalten zusätzliche Stabilität. Die Ruhephase kann kurz bei Raumtemperatur sein oder sich über mehrere Stunden bis zu einem ganzen Tag im Kühlschrank erstrecken. Aber bitte: Der Gärkorb kommt nie in den Backofen! Wie gehts? [...]
Was jetzt genau ein Lievito Madre - oft unter der Abkürzung LM unterwegs - ist und worin der Unterschied zu einem "normalen" Sauerteig besteht , darüber wird viel diskutiert und spekuliert. Für manche gibt es nämlich auch gar keinen Unterschied. Dazu gibt es noch länderspezifische Begriffsverständnisse. Ein Italiener versteht unter einem Lievito Madre - was [...]
Meine 10 Brotback-Tipps
Erfolg und Niederlage liegen auch beim Brotbacken sehr nahe beieinander. Manchmal liegt es an einer Winzigkeit, dass das Backergebnis nicht wie gewünscht ausfällt. Die Freude und das Erfolgserlebnis des Brotbäckers sind getrübt. Die Gründe dafür sind so vielfältig wie es Mehlsorten gibt.
Ich habe mir die Zähne ausgebissen an Teigen, die zu flüssig sind, die nicht schön gären. An Broten, die nicht so aussahen wie ich wollte, nicht so schmeckten, wie ich es mir vorgestellt hatte. Doch wie sagte der italienische Dichter Alessandro Manzoni:
Und so habe ich im Laufe der Zeit meine ganz persönlichen Golden Rules aufgestellt, die aus meiner Sicht matchentscheidend sind, um erfolgreich selber gutes Brot zu backen. Daran halte ich mich, sie schweben immer vor meinem geistigen Auge und ich glaube, sie sind sogar schon Bestandteil meiner Brot-DNA. Was aber ganz und gar nicht bedeutet, dass ich keine Niederlagen mehr einstecken muss. Aber vielleicht gehe ich heute einfach versöhnlicher damit um.
Damit du von Anfang an möglichst viele, schöne Brotback-Erfahrungen machen kannst, gebe ich dir gerne meine 10 ultimativen Brotback-Tipps weiter, die ich für mich als Leitplanken in der eigenen Brotproduktion aufgestellt habe. Ich hoffe, du kannst davon profitieren und ich wünsche dir ein glückliches, geduldiges und erfolgreiches Leben als Brotkünstler.
Maximal 2% Frischhefe in Bezug auf die gesamte Mehlmenge. Je weniger, je mehr Geschmack und je länger die Frischhaltung.
Die Hefe sollte gemäss Verpackung bei Gebrauch noch mindestens 2 Wochen, besser 3 Wochen gültig sein. Wenn du Bio-Hefe benutzt, so erhöhe die Hefe-Menge um 25%. Mehr zur Hefe hier.
Suche dir einen Produzenten in deiner Nähe, der Getreideprodukte in Bioqualität verkauft. Beachte, dass Vollkornmehle nicht lange haltbar sind. Deshalb solltest du sie entweder in kleinen Mengen frisch kaufen oder selber mahlen. Mehr zum Mehl hier.
Das Verhältnis zwischen Salz und Mehl ist in Stein gemeisselt. Punkt. Mehr dazu hier.
Nicht die ganze Flüssigkeit (Wasser, Milch, Buttermilch, Molke, etc.) auf ein Mal zugeben. Der Teig wird schöner und dehnbarer, wenn man erst gegen Schluss die restlichen 10-15% der Flüssigkeit tröpfchenweise zugibt. Durch eine stufenweise Zuführung der Flüssigkeit kann auch verhindert werden, dass der Teig zu flüssig wird (nachträglich Mehl beifügen ist eine Brot-Todsünde!).
Ausser du hast bereits einiges an Brotbackerfahrung auf dem Buckel empfehle ich dir sehr, dich an die Zutaten und Mengen in den Rezepten zu halten. Nicht alle Zutaten kannst du ersetzen oder weglassen. Weissmehl kannst du zum Beispiel nicht 1:1 durch Vollkornmehl ersetzen, und umgekehrt. Milch hat einen tieferen Wassergehalt als Wasser, etc. Alle Zutaten stehen in einem bestimmten, vordefinierten Verhältnis zueinander.
Was den Erfolg im langsamen Brotbacken ausmacht, ist vor allem den Vorteigen, Brüh- Quell- und Mehlkochstücken zuzuschreiben. Deshalb beinhalten alle meine Rezepte mindestens eine Vorstufe. Du wirst mit einem Feuerwerk an Aromen belohnt und mit einem Brot, das lange frisch bleibt. Mehr Infos hier.
Deine Hand ist das wichtigstes Werkzeug, um den Teig bezüglich der Temperatur und der Beschaffenheit kennen zu lernen und zu beurteilen. Ich rate jedem neuen Brotkünstler, anfänglich alle Teige ausschliesslich von Hand zu kneten. Dies dauert zwar länger als mit der Maschine, wird dich aber sehr schnell in die Liga der Super-Brotbäcker katapultieren. Und ein sinnliches Erlebnis ist es obendrauf. Denn nur wenn du den Teig fühlst, kannst du verstehen, was er braucht. Du kannst flexibel auf ihn reagieren. Mehr Flüssigkeit, mehr Zeit, mehr Wärme? Deine Hand wird dir die Antwort geben.
Um richtig gutes Brot zu backen, brauchst du selbst nicht viel Zeit. Aber der Teig braucht eine Menge davon. Lass ihn in Ruhe, solange er sie braucht. Und du musst das Gespür dafür entwickeln wann er bereit ist für den Ofen.
Richtig gutes Brot braucht richtig gute Unter- und Oberhitze. Der Ofen sollte wenn möglich inklusive Backstein mindestens 45 Minuten (besser eine Stunde) aufgeheizt werden. Und wenn du noch richtig guten Dampf erzeugst, so übertrumpfst du mit deinen Broten so manchen Bäcker. Mehr dazu hier.
Bleib locker und lass dich nicht von den Herausforderungen der Brotherstellung beunruhigen. Schlussendlich ist es nur ein Teig – und du der Master. Handle intuitiv und nicht zu verbissen. Du wirst – schneller als du denkst – dem Broteldorado ganz nah sein.
8 replies to “Meine 10 Brotback-Tipps”
Madest
Guten Morgen, ich versuche mich schon seit längerem am Brot backen, ich habe auch ASG in Kühlschrank, aber immer wenn ich anfange und die GENAUE Rezeptangaben nehme klappt es einfach nicht, entweder der Teig ist ZU WEICH und fast flüssig oder er geht gar nicht auf, das ich immer noch die Hoffnung habe das er bei Backen dann höher wird, weit gefehlt, er bleibt so wie er in den Ofen kam. 🙁 🙁 ich glaube langsam das ich aufgebe. Es sind tolle Rezepte keine Frage, auch die Kommentare der anderen Frauen sind gut, aber ich scheine zu blöd zu sein. Ich habe mir extra Gärkörben gekauft vom H-Bäcker, ein Rundes und ein Längliche, wir lieben die länglichen Brot, im Runden geht es gut raus, aber im länglichen bleibt der Teig hängen, obwohl ich ihn gut ein gemehlt habe, was mache ich nur Falsch. Wäre toll wenn ich Hilfe bekäme. Vielen Dank LG Roswitha
Katharina Arrigoni
Liebe Roswitha – lass den Kopf bloss nicht hängen. Meist liegt es an wenigen Punkten, die dir noch im Weg stehen. Am allermeisten liegt das Problem am Anstellgut, das nicht genügend aktiv ist. Du schreibst, du nimmst es direkt aus dem Kühlschrank. Du solltest es vorher auffrischen. Und zwar so oft, dass es sich innert 4-6 Stunden vom Volumen her verdoppelt. Wenn das ASG nicht fit ist, wird es kein luftig-lockeres Brot geben. Zweiter Punkt ist die Fermentation. Hier musst du den Teig genau überwachen. Im Roggenbereich ist da weniger kompliziert. Da musst du den Teigling einfach genug bemehlen, damit er eben nicht klebt. Du könntest alternativ Baumwollüberzüge in den Gärkorb legen, dann klebst es wirklich nie. Bleib dran und gib nicht auf – du schaffst das! Lies doch etwas in meinem Blog. Ich habe sehr viele Infos im Bereich Hefe- und Sauerteigbrote. Beste Grüsse, Katharina
Elisabeth Leuenberger
Liebe Frau Arrrigoni
begeistert backe ich Brote nach Rezepten Ihres Buches. Gestern habe ich zum ersten Mal ein Sauerteigbrot gebacken und finde es fein. Nun habe ich eine Frage zum Anstellt. Wie lange kann ich das im Kühlschrank aufbewahren?
Katharina Arrigoni
Liebe Elisabeth – darf ich du sagen? Schön, dass du so viel Freude mit den Rezepten hast 😉 Das Anstellgut kannst du ohne Probleme 2 Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Einfach mindestens 2x auffrischen vor dem erneuten Einsatz, so ist es richtig aktiv! Oder gib etwas mehr Mehl zum Anstellgut. Wenn es fester ist, kannst du es noch viel länger im Kühlschrank aufbewahren. Grüsse, Katharina
Daniela Loosli
Liebe Katharina,
Ich bin in den Weihnachtsferien per Zufall auf deinen Blog gestossen, da ich auch nach x-Versuchen ein Brotteig aufgehen zu lassen, bis jetzt zu kein essbares Ergebnis gekommen bin. Zu allem Leid habe ich seit 2 Jahren auch eine Unverträglichkeit auf Weizenprodukte und vertage dei helfe auch nicht gut.
Nun bin ich voller Elan und werde einmal deine Tipps von dem Anstellgut und der Herstellung eines Sauerteiges befolgen und ausprobieren.
Ich habe auch bereits einige nützliche Helfer im Shop bestellt…. werde mich also nicht unterkriegen lassen.
Danke für den wunderbaren Blog und deine Hilfen, etliche Aha- Erlebnise beim Lesen hat mich ermutigt. Mal sehen wie es in der Praxis aussieht.
Ich halte dich auf dem Laufenden
Gruss Daniela
Katharina Arrigoni
Hoi Daniela – oh, schön, dass du zu mir gefunden hast 😉 Ich bin sicher, dass du viel Spass haben wirst in der Welt dieser spannenden Mikroorganismen. Sauerteigbrot ist für viele Personen, die „normales“ Brot schlecht ertragen, eine Offenbarung. Von den geschmacklichen Vorzügen gar nicht zu sprechen. Wenn deine Weizenunverträglichkeit nicht extrem ist könnte es sogar sein, dass du ihn – ohne Hefezusatz – wieder konsumieren könntest. Bin sehr gespannt, wie es dir dabei ergehen wird. Gib mal Bescheid. Grüsse, Katharina PS: und sonst gibt es ja immer die Möglichkeit, auf für viele besser verträglichen Dinkel auszuweichen (mit sehr wenig Hefe produziert, vielleicht auch eine Option).
Patrizia
Super Deine Golden Rules! Herzlichen Dank dafür!
Gilt mehr „25 % Bio-Hefe“ auch wenn sie ganz ganz frisch ist?
Würde es toll finden, wenn Du eine Rubrik machen wūrdest mit Infos wo Du Deine Mehle und sonstige Produkte beziehst, bzw. welche Du empfiehlst.
Bezüglich Flüssigkeit, erwähnst Du aber manchmal, dass man das ganze Wasser in die Schūssel mit allen anderen Zutaten vermischen soll. Oder soll man GENERELL ein wenig Flūssigkeit zurückbehalten?
Die kürzliche Entdeckung Deines Blogs hat mich dazu motiviert, den Teig zum ersten Mal ganz von Hand zu kneten. Und ich geb Dir voll Recht, es ist ein total sinnliches Erlebnis und es hat auch total Spass gemacht zu fühlen wie sich der Teig durch diese Handarbeit verändert! Wird nun meine treue KA arbeits-, bzw. knetlos???
Nun muss ich noch meinen relativ neuen Ofen besser in den Griff bekommen, vorallem das manuelle Schwaden und die Temperaturkontrolle.
Ich seh Dich schon von Weitem mir aus dem Back-Eldorado zuwinken, Katharina! Ich hoff, dass ich Dir bald näher komme!
Und ich sag es Dir gerne nochmals: Dein Blog ist sehr schön und total motivierend. Mach weiter so Katharina. Und auch vielen Dank für’s prompte Antworten. Und in diesem Sinne HAPPY BREAD BAKING!
Katharina Arrigoni
Hallo Patrizia – von Hand kneten ist toll! Trotzdem brauche ich die Maschine immer noch, z.B. für eher schwerere Teige mit Butter – Zopf zum Beispiel. Ginge auch händisch, aber eine Maschine ist trotzdem feudal! Und nochmals vielen Dank für dein Kompliment. Happy baking, too! Katharina
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Geschützt: Sauerteigkultur: klipp und klar.
Es gibt keinen Textauszug, da dies ein geschützter Beitrag ist.
Lievito Madre